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By Harry Mulisch

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Beweise, daß es böse ist. Commissario Brunettis dreizehnter Fall

Als die 83jährige Maria Grazia Battestini ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden wird, tragen nicht nur die Gondeln keine Trauer: Familie und Freunde gibt es keine, und die Nachbarn sind regelrecht erleichtert, als der Fernseher nicht mehr durch die Calli dröhnt. Nur Brunetti gibt keine Ruhe, bis er weiß, was once sich hinter dem Tod der alten Frau verbirgt.

Gilde der Jäger. Engelskuss

Die Vampirjägerin Elena Deveraux wird von dem ebenso charismatischen wie gefährlichen Erzengel Raphael angeheuert. Diesmal ist es jedoch kein entflohener Vampir, den sie aufspüren soll, sondern ein abtrünniger Erzengel. Um den Auftrag erfüllen zu können, muss Elena bis an die Grenzen ihrer Fähigkeiten gehen - und darüber hinaus!

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Während Anton tat, was ihm gesagt worden war, öffnete der General eine Tür und schnauzte etwas in ein Nebenzimmer. Die anderen Offiziere hielten sich im Hintergrund, einer setzte sich lässig auf die Fensterbank und zündete sich eine Zigarette an. Als Anton vor dem Schreibtisch saß, kam ein hübsches, schlankes Mädchen herein; sie hatte blonde Haare, die an der Seite hochgesteckt waren, aber hinten lang herunterhingen, und trug ein schwarzes Kleid. Sie stellte ihm eine Tasse Kaffee mit Milch hin, auf dem Rand der Untertasse lag eine Tafel Milchschokolade.

Wie in einem Traum spürte er, daß seine Mutter seine Hand plötzlich fester umklammerte. Dann wurden sie auseinandergerissen. « Im nächsten Augenblick war sie verschwunden, irgendwohin, fort, hinter einen Lastwagen, wie sein Vater. Anton wurde von einem Soldaten am Oberarm zu einem DKW geführt, der auf der anderen Straßenseite schräg auf der Böschung stand. Der Soldat ließ Anton einsteigen und schlug hinter ihm die Tür zu. Anton saß zum ersten Mal in seinem Leben in einem Auto. Undeutlich sah er das Lenkrad und die Armaturen.

Er erwiderte das Lächeln. Der Satz ›Unser Haus steht nicht mehr‹ kam ihm kurz zu Bewußtsein, verschwand aber sofort wieder. Der Feldwebel zog einen Stuhl heran und stellte darauf einen Emaillebecher mit warmer Milch und einen Teller mit drei großen, ellipsenförmigen, dunkelbraunen Scheiben Brot, die mit etwas Mattglänzendem beschmiert waren – Jahre später, als er auf dem Weg zu seinem Haus in der Toskana durch Deutschland fuhr, sah er zufällig, daß dieses Mattglänzende Gänsefett war: Schmalz. Nie wieder würde etwas so schmecken wie damals diese Brote, auch nicht die teuersten Diners in den besten Restaurants der Welt, bei Bocuse in Lyon, bei Lasserre in Paris, die er auf der Rückreise besucht hatte, und ebensowenig konnte es der köstlichste Lafite-Rothschild oder Chambertin mit der warmen Milch von damals aufnehmen.

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